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    die Krone auf –

    mit einem Schmuckstück der Wiener Juweliere.

Der Blaue Wittelsbacher

Der naturblaue Diamant stammt wie viele andere historische Diamanten aus der Diamantenstadt Golkonda. Die Geschichte der Herkunft dieses Diamanten liegt jedoch im Dunkeln.

Der Weg zum Kronjuwel

Im Dezember 1666 wird Margarita Theresa von Spanien in Wien mit Kaiser Leopold I. verheiratet und bringt den Stein als Teil der Mitgift ihres Vaters, des Königs Philipp IV., mit. 1772 gelangt der Stein ebenfalls als Mitgift in das Haus Wittelsbach nach Bayern und wird erstmals als "Blauer Diamant" inventarisiert. Mit der Kaiserkrönung Karls VII. wird der Stein in die Kaiserinnenkrone eingearbeitet. 1761 veranlasst Kurfürst Maximilian Joseph III. die Einarbeitung des Blauen Wittelsbachers in ein Ordenszeichen des Ordens vom Goldenen Vlies. Als Kurfürst Max Joseph 1806 zum ersten König von Bayern erhoben wird, lässt er eine Königskrone anfertigen, die den Blauen Wittelsbacher als Leitstein enthält. Im Jahr 1807 wird der Wert des Steins auf 300.000 Gulden, mehr als alle anderen Kronjuwelen zusammen, geschätzt. Bis 1918 bleibt der Diamant an der Spitze der Krone des Königreichs Bayern. In dieser Fassung wird er 1921 zum letzten Mal in der Öffentlichkeit gesehen, bei der Beisetzung von König Ludwig III.

Der kürzliche Umschliff

1931 möchte das Haus Wittelsbach den Diamanten aufgrund von Liquiditätsproblemen bei Christie's versteigern lassen und erhält dafür eine Genehmigung der Bayerischen Staatsregierung – es findet sich jedoch kein Käufer. Ein Verkauf gelingt erst 1951 in Antwerpen. 1958 wird der Stein ohne Hinweis auf seine historische Bedeutung auf der Brüsseler Weltausstellung gezeigt. Über verschiedene Juweliere gelangt der Diamant schließlich 1964 an den Kaufhausmagnaten Helmut Horten. Im Dezember 2008 wird der Stein um 18,4 Millionen Euro an den Londoner Juwelier und Edelsteinhändler Laurence Graff verkauft. Er lässt den Diamanten 2009 neu schleifen, wobei er 4 Karat einbüßt – er hat heute 31,06 Karat. 2011 verkauft Graff den Stein um 80 Millionen US-Dollar weiter, vermutlich an Scheich Hamid bin Chalifa Al Thani.

Bildquelle:
1825: Ludwig I. von Bayern. Ludwig I., König von Bayern, Wikimedia, Foto: Cybershot800i
Blauer Wittelsbacher Diamant, Wikimedia, Foto: Physolamuse

Der Blaue Wittelsbacher

  • Größe: bis 2009 35,56 Karat oder 7,11 g, seither 31,06 Karat
  • Form und Farbe: blau, Brilliant-Schliff
  • Aufbewahrungsort: Privatbesitz

 

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